Hinter dem Begriff VoIP (Voice over IP) versteckt sich eine recht komplizierte Technologie, die trotz einer über zehnjährigen Entwicklungsphase noch relativ unbekannt ist. Glaubt man Experten wird sich diese Technologie aber in den nächsten fünf bis zehn Jahren wohl zum Marktführer im Bereich des Telefonierens entwickeln.
Bei der Internet-Telephonie wird wie beim herkömmlichen Telefonieren die Sprache mit einem Mikrofon erfasst. Diese analoge Sprachaufzeichnung wird danach in digitale Daten verwandelt. Diese Daten werden dann durch das IP - also das Internet Protocol -, das für die Transportsteuerung der Daten zuständig ist in kleine Pakete aufgeteilt, die dann an den Empfänger über das Datennetz geschickt werden. Diese kleinen Datenpakete nehmen laienhaft gesprochen aber nicht alle den gleichen Weg zum Empfänger, sondern suchen sich unterschiedliche Wege, so dass ein Gespräch nicht mehr eine ganze Leitung für sich in Anspruch nimmt. Dadurch kommen die Datenpakete unterschiedlich schnell und vor allem nicht immer in der richtigen Reihenfolge an.
Weil die Technologie auch noch nicht ganz ausgereift ist, kann es sogar passieren, dass einzelne Pakete mit einer extremen Verzögerung ankommen oder in den Weiten des Internets verloren gehen, weil das Netzwerk sie nicht verarbeiten kann. Die Folge ist, dass die Qualität der Sprachübertragung beim Empfänger leidet. Um dies zu vermeiden müssen technische Vorkehrungen getroffen werden, die sowohl den Weg der Datenpakete kontrollieren, als auch für ein reibungsloses Zusammensetzen der Datenpakete sorgen und hieran arbeiten die Ingenieure und Telefondienstanbieter im Moment.
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