Mit der Entwicklung des E-Mail-Verkehrs als Kommunikationsmittel im Internet sind auch Geschäftemacher auf den Plan gerufen worden und versuchen hier Geld zu verdienen. Die sicher jedem E-Mail-Anwender bekannte SPAM ist hier das Mittel zum Zweck. Durch eine SPAM-Mail werden dem User ohne sein Einverständnis Werbe- und Informationsmails zugeschickt. Zum Versand von SPAM-Mails benötigt der SPAM-Betreiber lediglich einen PC mit Internetzugang und ein E-Mail-Programm. Der SPAM-Betreiber meldet sich einfach bei einem beliebigen Provider unter Verwendung falscher Daten an. Durch die falschen Anmeldedaten kann der Betreiber selbst nicht ermittelt werden. Dann kann der SPAM-Betreiber schon mit dem Versand seiner SPAM´s beginnen. Die Adressen, an die die SPAM´s geschickt werden, besorgt sich der SPAM-Betreiber mit Hilfe einer speziellen Filter-Software für E-Mail-Adressen.
Durch diese Software können die weltweiten Internetseiten nach veröffentlichen E-Mail-Adressen durchsucht werden. Die gefundenen E-Mail-Adressen werden dann in einer Datenbank gesammelt und stehen dann für den Versand der SPAM´s zur Verfügung. Eine SPAM-Mail kann neben lästiger Werbung im schlimmsten Falle eine so genannte Phishing-Mail (die z. B. Bank-PIN´s ausspioniert) sein. Vor SPAM´s schützen kann man sich mit entsprechender Software, die meist von den großen Providern kostenlos angeboten wird. Der beste Schutz bleibt allerdings, die private E-Mail-Adresse nicht im Internet zu verbreiten. Ggfs. sollte man sich für Aktivitäten im Internet eine zweite E-Mail-Adresse zulegen (Fakeadresse). Mit der Etablierung von Voice over IP wurden die SPAM-Betreiber natürlich auch hierauf aufmerksam.
So bedienen sie sich nunmehr so genannter SPIT´s, um auch hier ihre Informationen und Werbungen zu verbreiten. SPIT (SPAM over Internet Telephony) ist eine Unterform von SPAM; SPIT ist sozusagen die SPAM der Telefoniewelt. Die unerwünschten Informations- und Werbenachrichten werden mittels SPIT-Anrufen aktiv am Telefon angeboten. Mittlerweile wurden sogar Programme und Tools entwickelt, die diese SPIT-Anrufe unterstützen und sogar selbständig tätigen können. Die SPAM-Betreiber haben dadurch ein zweites Standbein gewonnen und unterhalten mit SPIT-Anrufen ihr Marketing. Der User wird dadurch auch per Telefon belästigt. Die SPIT-Anrufe erfolgen entweder durch Agenten von Call Centern oder mittels computergesteuerter Mechanismen. SPIT-Anrufe beinhalten meist Lotterie- und Gewinnspiele, durch die der User veranlasst werden soll z. B. an weiteren Spielen teilzunehmen oder Zeitschriften-Abos abzuschließen. Schutz vor SPIT-Anrufen bietet sicherlich die Maßnahme, seine Telefonnummer erst gar nicht im Internet bei Gewinnspielen anzugeben. Sollte man doch Opfer eines SPIT-Anrufes werden, sollte man den Anruf einfach konsequent beenden.
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